Der Dreikönigenschrein 

Die Reliquien kommen nach Köln

1161 belagerte Kaiser Barbarossa die Stadt Mailand.

Der tapfere Bürgermeister, der den Widerstand leitete, war ihm, ein besonderer Dorn im Auge.

Der Kaiser schwor, ihn hängen zu lassen, sobald die Stadt gestürmt sei.

 

Währenddessen brachte Graf Rainald von Dassel, damaliger Erzbischof von Köln und Kanzler des Kaisers, durch List in Erfahrung, dass ein Mailänder Nonnenkloster die Gebeine der heiligen Drei Könige beherbergte.

 

Die Äbtissin dieses Klosters aber war die Schwester des Bürgermeisters.

 

Sie trat in geheime Verhandlungen mit Rainald, um ihren Bruder vor dem Zorn des Kaisers zu schützen und bot an, das Leben des Bürgermeisters gegen die Reliquien zu tauschen.

 

So erbat sich Rainald nach Erstürmung der Stadt als Lohn von seinem Kaiser nur das, was die Äbtissin auf ihren Schultern aus der Stadt tragen könne.

Der ahnungslose Kaiser willigte, ob der geringen Forderung erstaunt, ein.

 

Wie zornig war er aber, als er sehen mußte, wie die Äbtissin ihren Bruder auf dem Rücken aus der Stadt schleppte.

 

Rainald aber ließ heimlich seinen eigentlichen Lohn, die Gebeine der heiligen Drei Könige, nach Köln in den Dom bringen, wo sie noch heute aufbewahrt werden.


StartseiteSeitenübersichtImpressum