Das große Wasserwerk  

Das große Wasserwerk

Kölner Werkleute um 1499

Als man mit den Bauarbeiten am Kölner Dom begann, sollte in Köln auch ein großes Wasserwerk geschaffen werden. Der hiermit beauftragte Meister suchte lange Zeit vergeblich nach der dazu nötigen Quelle.

Der Dombaumeister Gerhard von Ryle wußte, daß sich diese Quelle in seiner Baugrube befand. Aber er spottete über den Brunnenbaumeister und verkündete eher werde er den gewaltigen Dom beenden, als der andere sein armseliges Wasserwerk.

Der Brunnenbaumeister erzählte davon seiner Frau. Diese tröstete ihn und sann auf eine List.

 

Wohl wissend, dass der Dombaumeister sein Geheimnis nie preis geben würde, entlockte die Brunnenbaumeisterin das Geheimnis der nichtsahnenden Dombaumeisterin mit schönen Worten und Schmeichelei.

Die Quelle war eingemauert in einen der Türme des Domes!

Daraufhin erwirkte der Brunnenbaumeister eine Genehmigung des Rates der Stadt Köln dort nach Wasser zu schürfen. Bald fand er das benötigte Wasser und konnte sein Werk vollenden.

 

Nunmehr spottete er über Gerhard von Ryle, dessen Werk trotz großen Eifers nur langsam vorwärts schritt. Über diesen Spott verzweifelte der Dombaumeister schließlich so sehr, dass er voller Gram verschied.

Der Bau des Domes aber konnte erst nach Hunderten von Jahren beendet werden.


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