Die Teufelswette II 

Die Teufelswette II

Wasserspeier am Dom

Eines Tages verlangte ein Fremder Baumeister Gerhard von Ryle, den Dombaumeister von Köln zu sprechen und fragte ihn, ob er guten Rat für seinen Bau gebrauchen könne. Stolz wies der Dombaumeister dies zurück.

 

Der Mann, der in Wirklichkeit der Teufel war, verwickelte Meister Gerhard daraufhin geschickt in ein Streitgespräch. Daraus entstand ein Pakt: Wenn der Teufel es schaffen würde, eine Wasserleitung aus der fernen Eifel nach Köln zu bauen und so einen Bach unterhalb des Domes fließen zu lassen, bevor der Dom vollendet sei, so gehöre die Seele des Dombaumeisters ihm.

 

Gerhard von Ryle willigte ein, da er sicher war, dass der Teufel das Geheimnis nicht kannte, Wasser über so weite Strecken zu führen.

Lange Zeit rätselte der Teufel herum, warum das Wasser nicht durch seine Leitung fließen wollte.

Schließlich entlockte er dem Dombaumeister das wohl gehütete Geheimnis durch eine List.

Beim Bau der Wasserleitung solle er alle Viertelstunden Weges ein Luftloch lassen, damit das Wasser bis Köln fließen konnte. Schon einige Tage später sah Gerhard ein munteres Bächlein unterhalb des Domes plätschern, auf dem sich die Enten tummelten.

 

Da erkannte er, dass der Teufel seine Wette gewonnen hatte. Er stieß einen schaurigen Schrei aus und stürzte sich in die Tiefe, damit der Teufel ihn wenigstens nicht bei lebendigem Leibe bekomme. Doch der Teufel kam ihm zuvor. In Form eines Höllenhundes packte er ihn und fuhr mit ihm zur Hölle.

Lange Zeit fand sich kein Meister mehr bereit am Dom weiter zu bauen.


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