Ein Glasgemälde entsteht 

Ein Glasgemälde entsteht

 

Überall im Dom siehst du wunderschöne Fenster aus farbigen Glas. Sie zeigen Bilder, deshalb werden sie auch Glasgemälde genannt. Ein Glasgemälde wird aus vielen Stücken Glas in verschiedenen Farben zusammengesetzt und dann bemalt. Die Glasstücke werden mit Blei zusammengehalten.

 

Hier zeigen wir Dir, wie ein Glasgemälde hergestellt wird.

 

 

Der Entwurf

Als erstes malt ein Künstler ein Bild, das genau zeigt wie das Fenster später aussehen soll. Das nennt man den Entwurf.

 

Hier siehst du den Fensterentwurf des Wiener Künstlers Johannes Klein für das Feld "ignis" (ignis heißt lateinisch Feuer).

 

Die Vorlage

Als nächstes wird eine Vorlage aus Karton hergestellt. Die Vorlage ist genau so groß wie später das Glasgemälde. Der Glasmaler betrachtet die Vorlage und entscheidet aus wieviel unterschiedlichen Glasstücken das Fenster später bestehen soll und wie das Bleinetz aussehen wird. Das Bleinetz hält später die einzelnen Glastücke zusammen. Es zeigt die wichtigsten Konturen des Glasgemäldes.

 

 

Schneiden der Schablone

Als nächstes wird die Schablone hergestellt. Dazu werden diese Konturen von der Vorlage auf ein festes Papier übertragen. Diese neue Vorlage aus festem Papier wird entlang der Konturen mit einer speziellen doppelschneidigen Schere zerschnitten.

Die Schere ist sehr wichtig, denn mit dem Schnitt werden zugleich schmale Streifen von der Breite der Bleiprofile ausgeschnitten.

 

Die fertige Schablone

Hier siehst du die fertige Schablone. Alle Papierstücke haben genau die Form und Größe, die später die Glasstücke haben sollen.

Auswählen der Glasfarben

Jetzt müssen die Farben der Glasstücke ausgesucht werden. Als Vorbild dient der farbige Entwurf. Dann werden Teile mit Hilfe der Schablone zugeschnitten.

 

Zugeschnittenes Glasbild

Hier siehst du das zugeschnittene Glasbild.

Bemalen

Als nächstes malt der Glasmaler Gesicht, Kleid, Fackeln und alle anderen Teile des Bildes mit Pinseln und Glasfarbe auf die einzelnen Glastücke. Als Vorbild dient wieder der farbige Entwurf.

Glasbild mit Konturen

Damit die Farbe aber dauerhaft haltbar ist, müssen die bemalten Glasstücke in einem Brennofen gebrannt werden.

Verbleien

Sind alle Glasstücke gebrannt, werden sie mit biegsamen Bleiprofilen, auch Bleiruten genannt, zu dem fertigen Bild zusammengefügt.

Löten

Die Verbindungspunkte der Bleiprofile werden mit Zinn verlötet.

Fertiges Glasgemälde unbeleuchtet

So siehst das fertige Glasgemälde aus, wenn kein Licht hindurch fällt. Das Feld 'Ignis' (Feuer) ist nun fertig für den Einbau.

Fertiges Glasgemälde beleuchtet

So siehst das fertige Glasgemälde aus, wenn Licht hindurch fällt. Du kannst es in der Nordturmhalle des Domes bewundern.


StartseiteSeitenübersichtImpressum